Schule auf dem Leonhardiberg
Am 23. Februar 1913 beschloss der Gemeinderat den Neubau der Schule im Spinapark.
Nach dem Plan von Architekt Viktor Fenzl wurde in nur einjähriger Bauzeit das Schulhaus errichtet (580 000 Kronen). Auf Befragen erlaubte Peter Rosegger, die neue Straße „Peter Rosegger-Gasse“ zu nennen und die Schule als Waldschule zu bezeichnen. Die Schule steht heute auf Grund ihrer baulichen Qualität und architektonischer Struktur unter Denkmalschutz.
Am 28. September 1914 wurde die Schule feierlich eröffnet.
Die 3-klassige Knabenbürgerschule mit 173 Schülern,
die 3-klassige Mädchenbürgerschule mit 191 Schülerinnen,
die 5-klassige Mädchenvolksschule mit 249 Schülerinnen
und Teile der 6-klassigen gemischten Volksschule mit 285 Schülern zogen ein.
Mit 1300m² verbauter Fläche gab es 80 Räume, eine Direktors- und eine Schulwartwohnung, Turnsaal mit Vortragsbühne, Lehrmittelzimmer und Nebenräume, Wasserausläufe in allen Räumen, Toiletten, eine Niederdruckdampfheizung und einen Aussichtsturm.
Den ersten Weltkrieg überlebte die Schule ohne größere Schäden. Allerdings entfiel der Unterricht immer wieder wegen Brennstoffmangels.
Ab 9. September 1927 galt das Hauptschulgesetz, d.h. die Bürgerschule wurde aufgelassen, Volks- und Hauptschule wurden vierklassig, die Hauptschule wurde zweizügig geführt.
Am 15. Oktober 1928 erfolgte die Eingemeindung der Marktgemeinde Perchtoldsdorf nach Großwien. Die Schule wurde dem Wiener Stadtschulrat unterstellt.
Am 16. März 1942 wurde die Schule zum Lazarett. Die SchülerInnen wurden in den Liesinger Schulen untergebracht. Wegen der Bombenangriffe in den Jahren 1942/43 begann die Kinderlandverschickung.
Am 2. Februar 1944 wurde die Hauptschule stillgelegt, am 20. März 1945 wieder eröffnet (Hyrtlgasse 1).
Am 8. April 1945 drangen die Russen in Perchtoldsdorf ein. Das Schulhaus stand leer. Die Russen plünderten die Schule und zerstörten Bücher, Kataloge, Lehrmittel usw. Vom 7. Mai bis 24. Oktober 1945 diente das Schulhaus als russisches Lazarett. Das Schuljahr 1945/46 begann am 3. November 1945, 426 Volksschüler und 170 Hauptschüler besuchten die Schule.
1954 hatte die Hauptschule 22 Klassen mit 702 Schülern, die Volksschule 8 Klassen mit 261 Schülern.
Die Entwicklung der Hauptschule Perchtoldsdorf:
- 1978 gemeinsam mit der AHS Schulversuch Additive Gesamtschule
- 1986 Neue Hauptschule mit Leistungsgruppen
- 1989 Schulmodell Interessens- und Berufsorientierte Hauptschule
- 2003 Schulmodell Interessens- und Berufsorientierte Mittelschule
- 2009 NÖ Mittelschule im Rahmen der Interessens- und Berufsorienten Mittelschule